Bildungsstreik

Hörsäle überfüllt? Schafft Euch Plätze – Besetzt die Universitäten!

,,Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“ Bertolt Brecht,,

Linksjugend [´solid], Linke.SDS und DIE LINKE.NRW unterstützt die Forderungen der Studenten, Schüler und Azubis und ruft zur Beteiligung an den dezentralen Protestaktionen am Bildungsstreik-Aktionstag. Zum bundesweiten Bildungsstreik-Aktionstag am 17. November erklärt Derya Kilic, Hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN in NRW und Cigdem Kaya Mitglied im Bundesvorstand von Linke.SDS:

Bildungsstreik Frühling in Düsseldorf

In ganz NRW gab es gestern im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks 2010 zahlreiche dezentrale Demonstrationen und Kundgebungen. Die Linksjugend ['solid] war natürlich als Teil der Bewegung dabei und hat die Proteste mitgestaltet!

Auffallend bei der gestrigen Demonstration in Düsseldorf war, dass außer der LINKEN keine der etablierten Parteien mit RednerInnen oder Fahnen präsent war. Die gesamte Landtagsfraktion Der LINKEN nahm hingegen an der Demonstration teil und konnte sogar einen kleinen Redebeitrag platzieren! Ein aufmunterndes "Weiter so, liebe Elf" an dieser Stelle von uns!

Den Höhepunkt der Demonstration zelebrierten die Bildungsstreikenden als sich AktivistInnen der Gruppe attac an der Rheinkniebrücke direkt gegenüber des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW abseilten und ein Transparent enthüllten. Die Polizei war hoffnungslos überfordert mit der Situation. Ein Polizeibeamter ließ sich sogar dazu hinreißen, an einem der Seile zu zerren und gefährdete damit das Leben des friedlichen Aktivisten.

Bildung für alle, sonst gibt’s Streik!

Kurz vor der Landtagswahl weben die Parteien damit, sich mehr Mühe bei der Bildung zu geben. Dabei ist die Bilanz sowohl von CDU/FDP verheerend. Die noch schwarz-gelbe Landesregierung betreibt eine Politik gegen die Schülerinnen und Schüler. Sie sprechen sich gegen eine Schule für Alle aus und meint nach der vierten Klasse entscheiden zu können, wer gut genug für das Gymnasium und damit das Abi ist. Sie haben den Leistungsdruck, etwa durch die Einführung von zentralen Prüfungen, Kopfnoten und das Turbo-Abi nach 12 Jahren, deutlich erhöht. Aber auch Studierende müssen unter schwarz-gelb leiden.

Erfolgreicher Protest in Bonn – Reduzierung der Prüfungen im Bachelorstudium angekündigt

Auf der Demonstration in Bonn demonstrierten über 5.000 Menschen unter dem Motto „Kultusminister nachsitzen!“ für ein besseres Bildungssystem. Ein großes Bündnis aus Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Gewerkschaftern, Auszubildenden, linken Gruppen und Verbänden protestierte dabei gegen die Unstudierbarkeit des Bachelor/Master-Systems, Bildungsgebühren aller Art und gegen die Selektion in der Bildung. Die Demonstrierenden kamen dabei aus ganz Deutschland. Linksjugend ['solid] nahm mit einem eigenen Block an der Demonstration teil und wurde dabei von Mitgliedern der LINKEN und dielinke.sds unterstützt. DIE LINKE war u.a. mit Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der linken Bundestagsfraktion, in Bonn vertreten. Gohlke erklärte am Donnerstag, eine Senkung der Arbeitsbelastung sei „angesichts der hohen Abbrecherzahlen unbedingt notwendig“. 38 Wochenstunden seien viel zu viel, „weil zwei Drittel der Studierenden zusätzlich arbeiten müssen“, so Gohlke.

Am 10.12.2009 Bonn blockieren!

Kultusministerkonferenz lahmlegen

Nordrhein-Westfalen bleibt sitzen. Während Banker den Crash an den Finanzmärkten verursachten und die Schäden ihrer Zockerei mit Milliarden vom Staat übernommen wurden, steht es um die Bildung schlechter denn je. Was in den Bilanzen der West LB und anderer verschwand, hätte die Zustände beenden können, die SchülerInnnen, StudentInnen, LehrerInnen und Eltern schon lange anprangern. Es ist grotesk, dass Schulklassen 30 SchülerInnen und mehr umfassen, weil angeblich kein Geld da ist, gleichzeitig aber Milliarden bereitgestellt werden, wenn die Bankerlobby auf der Matte steht.

Es sind nicht die vielbeschworenen „knappen Kassen“, die eine bessere Bildung verhindern; es ist der politische Wille der herrschenden Parteien und die fortwährende Fixierung auf die Leitmotive der kapitalistischen Wirtschaftsordnung: Selektion, Konkurrenz, Ausgrenzung. Kopfnoten und Noten im Allgemeinen sollen eine gefügige, auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnittene Masse an Humankapital produzieren. Sie dienen als Züchtigungsmittel für diejenigen, die sich mit den herrschenden Verhältnissen nicht abfinden wollen. Junge Menschen sollen so auf Markt und Wirtschaft abgerichtet werden. Immer mehr Prüfungen und Vergleichsarbeiten verstärken diesen Konkurrenzdruck.

Druck machen für einen "heißen Herbst"!

DIE LINKE. NRW und Linksjugend ['solid] NRW unterstützen den Bildungsstreik. Der zweite Bildungsstreik in diesem Jahr hat begonnen. Seit Wochen besetzen Studentinnen und Studenten die Hörsäle ihrer Unis und fordern gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern und Azubis ein grundlegend anderes Bildungssystem.

Erfolgreiche LVV: Linksjugend ['solid] nominiert Bundestagskanidaten und ruft zum Bildungsstreik und NoNATO auf

Am Wochenende fand in Wuppertal die Landesvollversammlung des Linksparteinahnen Jugendverbandes statt. U.a. ging es um die Frage des Protestes gegen die NATO und den Bildungsnotstand als auch die Nominierung eines Bundestagskandidaten der Linksjugend ['solid] - nrw.

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