Broschüre: BLOCK FACISM
Insgesamt 137 politische Morde gingen seit der Wiedervereinigung auf das Konto deutscher Faschisten. Eine Zahl, über die es sich lohnt länger nachzudenken. Nazis versuchen aktuell durch den Aufbau „national befreiter Zonen“, mittels Terror gegen MigrantInnen und Andersdenkende, sowie braune Massenaufmärsche den gesellschaftlichen Kampf für sich zu entscheiden.
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Diese Broschüre von Linksjugend [’solid] NRW und DIE LINKE.SDS ist gedacht zur gemeinsamen Lektüre in den Gruppen, oder auch zum Selbststudium daheim. „Block Fascism“ soll helfen, Zusammenhänge und Geschichte der modernen Faschisten zu beleuchten, aber auch ein Beitrag zu einer antifaschistischen Praxis sein.
Im historischen Teil gehen Stefan Bornost und Florian Wilde auf die Frage ein, welche Akteure Hitler`s Aufstieg ermöglichten und warum die NSDAP – trotz Widerstand von KPD und SPD – 1933 in Deutschland an die Macht gelangen konnte. Im Analyseteil beschreibt Jana Werner in ihrem Artikel, wie antiislamischer Rassismus mittlerweile salonfähig und zu einem Türöffner für neonazistische Einstellungen geworden ist. Dabei soll insbesondere auf die Rolle Thilo Sarrazins und seine rassistischen Thesen eingegangen werden. Der Vormarsch rechtspopulistischer Parteien in Europa insgesamt stellt eine neue Herausforderung linker Kräfte dar. Markus Bernhardt hat sich daher in dieser Broschüre intensiv mit der Pro-Bewegung in Deutschland auseinandergesetzt.
Ergänzt wird die Broschüre durch eine Zusammenstellung der wichtigsten neofaschistischen Akteure in Deutschland von Sander Fuchs. Ein Artikel von Julian Georg beschreibt die Chancen eines NPD-Verbots. Antje Rosebrock schreibt über rechten Lifestyle und Lennard Surmann setzt sich mit den sogenannten „Autonomen Nationalisten“ auseinander. Auch an den Hochschulen sind Rechte in Burschenschaften organisiert. Mit dieser Thematik befasst sich Anne Geschonneck. Im Anschluss daran stellt Azad Tarhan den Begriff „Extremismus“ als Kampfbegriff rechtskonservativer Kräfte vor.
Wir wollen in der Broschüre auch Erfahrungen aus antifaschistischen Bewegungen aufarbeiten. Es findet sich daher ein Text über die Geschichte der autonomen Antifa, den Tim Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) geschrieben hat. Autonome Antifas sind ein wichtiger Akteur bei vielen Anti-Nazi-Protesten. Die Broschüre beschließt ein Artikel von Christine Buchholz, Stefanie Graf, Lucia Schnell und Luigi Wolf, in dem unsere Strategie gegen Neonazis in Deutschland skizziert wird: zivile Massenblockaden und Aufklärung im Kampf gegen rechts, verbunden mit einem Kampf für eine sozialistische Gesellschaft. Denn solange wir im Kapitalismus leben, wo Konkurrenzlogik und Ausbeutung herrscht, solange besteht die Gefahr, dass faschistische Ideen erfolgreich sind. Dieser Gefahr müssen wir uns entschieden entgegenstellen – gemeinsam, vielfältig und entschlossen, für eine Gesellschaft, „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“. (Karl Marx)
Viel Spaß beim Lesen wünschen Hannes Draeger (Linksjugend [`solid] NRW) und Simon Zeise (Bundesvorstand Die Linke.SDS)
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Block Facism // 2. aktualisierte und erweiterte Auflage | 4.86 MB |
![Die Linksjugend [solid] ist ein sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband. Er greift in die gesellschaftlichen Verhältnisse ein und ist Plattform für antikapitalistische und selbstbestimmte Politik. Als Teil emanzipatorischer Bewegungen sucht der Jugendverband die Kooperation mit anderen BündnispartnerInnen.](/sites/linksjugend-solid-nrw.de/themes/zen/linksjugend/logo.gif)

