Das AZ Köln muss bleiben – Liebig 14 ist überall!

An die BesetzerInnen des AZ Köln schickt der jugendpolitische Sprecher im Landesvorstand der LINKEN in Nordrhein-Westfalen, Azad Tarhan, nachfolgende Solidaritätserklärung:

"Seit fast einem Jahr habt ihr mit eurem politischen Willen, eurer Solidarität und Kreativität dazu beigetragen das es in Köln wieder mehr kulturelle und politische Freiräume gibt. Allen AktivistInnen, die demseit zehn Jahren leer stehenden Haus wieder Leben eingehaucht haben, gebührt unser Dank!

Statt aber das Engagement im AZ zu unterstützen und den politisch-kulturellen Freiraum zu legalisieren arbeitet die Stadtsparkasse – Eigner des Gebäudes – und die Stadt Köln aktiv gegen die AktivistInnen. Am Dienstag den 29.03.11 sollte das AZ geräumt werden. Ebenso wie beim Projekt Liebig 14 soll der kreativ besetzte Freiraum der städtischen Konsumlogik weichen. Dafür werden Polizeikräfteeingesetzt, es wird mit Strafverfahren gedroht und es werden immer wieder fadenscheinige Argumente gegen den Fortbestand des AZ Köln vorgebracht. Ihr habt all diese Dinge bereits auf eurer Internetseite (http://unsersquat.blogsport.eu/) dokumentiert.

Dank euch, den engagierten AktivistInnen vor Ort, ist es in Köln bisher gelungen, dieser Repression Paroli zu bieten. Als jugendpolitischer Sprecher der LINKEN NRW erkläre ich mich ausdrücklich solidarisch mitden AktivistInnen und wünsche euch weiterhin viel Erfolg beim kreativen Widerstand gegen den Repressionsapparat. Liebig 14 ist überall – auch in Köln! Wenn legal gemietete Räume wie etwa die Schnapsfabrik dicht gemacht werden, wenn jugendpolitische Projekte von der Stadt nicht mehr gefördert werden und engagierte Jugendliche statt dessen kriminalisiert werden, kurz – wenn Freiräume nicht mehr gestattet werden, dann müssen wir uns diese Räume für das Leben, für die Freiheit nehmen!

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Kraft für die kommenden Tage, seid kreativ und stoppt den Räumungsversuch im AZ Köln. Solidarität ist unsere Waffe!"