Dresden ruft – und alle AntifaschistInnen kommen!
Am vergangenen Wochenende fand die Aktionskonferenz „Dresden Calling“ statt.
Fast 300 AntifaschistInnen und Antifaschisten aus dem gesamten Bundesgebiet und unterschiedlichsten Spektren, von der radikalen Linken bis weit ins Bürgerliche hinein, beteiligten sich zwei Tage lang an Debatten sowie Aktionsvorbereitungen und knüpften auf der sehr gut organisierten und durchgeführten Konferenz „Dresden Calling“ untereinander Kontakte. An dieser Stelle möchten wir allen beteiligten OrganisatorInnen und insbesondere dem Bündnis „NoPasarán!“ für die gelungene Auftaktkonferenz danken.
Bei der abendlichen Podiumsdiskussion am Fr. wurde schnell deutlich, dass die Verhinderung des Neonazi-Aufmarschs im kommenden Februar 2010, zu dem wieder tausende FaschistInnen aus ganz Europa zu erwarten sind, das vornehmliche Ziel aller anwesenden Spektren war. Selbst Ralf Hron (Vorsitzender der DGB Region Dresden) versicherte: „Auch ich weiß, wie man sich hinsetzt“ und ließ damit zwischen den Zeilen durchblicken, was für den Rest der anwesenden AntifaschistInnen bereits völlig klar war: „Wir sind entschlossen, den Neonazi-Aufmarsch zu verhindern und werden dieses Ziel durch Aktionen des Zivilen Ungehorsams auch durchsetzen!“ Albrecht Schröter, OB der Stadt Jena solidarisierte sich ebenfalls und berichtete von seinen letztjährigen Erfahrungen in Bezug auf die behördliche Unterstützung der Proteste in Jena. Anders als in Dresden kooperierte die Stadtverwaltung mit den AntifaschistInnen hier sehr gut. Es ist zu hoffen, jedoch nicht zu erwarten, dass auch die OB in Dresden Helma Orosz (CDU) endlich einlenkt und sich gemeinsam mit allen BürgerInnen und Bürgern auf die Straßen Dresdens setzt, um den FaschistInnen und Neonazis den Weg zu versperren.
Nach vielen interessanten Debatten, Flurgesprächen und Workshops verabschiedete die Konferenz am Samstagabend eine Resolution, die ein deutliches Signal trägt:
WIR SIND BEREIT!
Nach zwei Tagen intensiver Debatte mit 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unabhängigen Gruppen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien, Organisationen, lokalen Initiativen und Einzelpersonen aus Dresden und dem gesamten Bundesgebiet erklären wir:
- Wir sind entschlossen, den Neonazi-Aufmarsch am 13.2.2010 zu verhindern
- Wir wollen das in gemeinsamen Aktionen erreichen
- Wir sind solidarisch mit allen, die sich den Neonazis und ihren geschichtsrevisionistische
Thesen entgegen stellen
- Wir werden den Neonazis zeigen, dass wir sie weder in Dresden noch anderswo dulden
Um den Neonazi-Aufmarsch zu verhindern, setzen wir auf das Mittel der Massenblockaden, an denen jeder und jede teilnehmen kann.
Egal wo wir herkommen - geografisch, politisch und sozial: Blockieren ist unser Recht!
Wir rufen dazu auf, jetzt einen Rahmen zu schaffen, um gemeinsam alle dafür notwendigen Aktionen zu planen und zu koordinieren.
WIR SIND BEREIT!
Die Linkjugend ['solid] nrw mobilisiert zu den "Train the Trainers" Seminaren vom 4. - 6.12.09 in Jena, die wieder von den GenossInnen der Organisation "Skills4Action" gegeben werden. Gemeinsam mit AntifaschistInnen aus anderen Organisationen werden wir hier für friedliche Blockade trainieren und unser Wissen an unsere GenossInnen zu Hause weitergeben. Gemeinsam mit den BürgerInnen und Bürgern aus Dresden werden wir die FaschistInnen aus der Stadt halten!
No Pasarán!
![Die Linksjugend [solid] ist ein sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband. Er greift in die gesellschaftlichen Verhältnisse ein und ist Plattform für antikapitalistische und selbstbestimmte Politik. Als Teil emanzipatorischer Bewegungen sucht der Jugendverband die Kooperation mit anderen BündnispartnerInnen.](/sites/linksjugend-solid-nrw.de/themes/zen/linksjugend/logo.gif)

