Der internationale Tag gegen Homophobie am 17.05.2013 sollte ein Tag des
Protests sein. Denn Schwule, Lesben und Transidente werden auch heute
in Deutschland systematisch diskriminiert, etwa in Bezug auf die
Bevorzugung der Ehe oder das kirchliche Arbeitsrecht, nach dem jemand
seinen/ihren Job im kirchlichen Krankenhaus oder Kindergarten verlieren
kann, wenn seine/ihre sexuelle Identität öffentlich wird.
Damit sich hieran etwas ändert, müssen homophobe Strukturen öffentlich
als solche bezeichnet werden. Homophobie ist nicht abstrakt, sondern sie
schlägt sich konkret beispielsweise in Gesetzen nieder. Oft ist die
diskriminierende Wirkung vielen nicht bekannt, deshalb braucht es einen
Protest, der aufklärt. Nur wenn sich der gesellschaftliche Druck auf die
Politik erhöht, werden Änderungen auch im Parlament durchsetzbar sein.